UNCTAD: Millenniums-Entwicklungsziele nahezu unerreichbar
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Die UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hat ihren Handels- und Entwicklungsbericht 2009 vorgestellt. Darin warnt sie vor den dramatischen Folgen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise für die Entwicklungsstaaten. Dem Bericht nach seien die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen deshalb vor allem in Subsahara-Afrika bis zum Jahr 2015 "so gut wie unmöglich zu erreichen".
Der Bericht mit den Untertiteln "Responding to the global crisis" und "Climate change mitigation and development" macht darauf aufmerksam, dass eine Wiederholung der globalen Krise nur durch strikte Regulierung der Finanzmärkte und ein neues Wechselkurs-Management zu vermeiden sei.
Fast alle Entwicklungsländer hätten seit Mitte 2008 einen starken Rückgang ihres Wirtschaftswachstums zu verzeichnen, viele seien bereits in die Rezession gerutscht: In Lateinamerika rechnen die UNCTAD-Ökonomen mit einem BIP-Rückgang von 2 %, auch West- und Südostasien werden in die Rezession rutschen. In Nordafrika verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum auf 3 %, in Subsahara-Afrika auf 1 %. Für Ost- und Südasien sieht die UNCTAD ein Wachstum von 3 bis 4 % voraus.
Die UNCTAD kritisiert insbesondere die unzureichende finanzielle Ausstattung durch den International Monetary Fund (IMF) und fordert mehr staatliche Entwicklungshilfe für Länder mit geringem Einkommen. Auch ein Moratorium bei der Rückzahlung ihrer Auslandsschulden an öffentliche Geber würde den ärmsten Ländern helfen, Importe und öffentliche Ausgaben aufrechterhalten zu können.
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