Studie: Aktives Aktionärstum - Kirchen wollen sich engagieren
Bildende
Kirchliche Investoren möchten mit ihrem Kapitalvermögen für mehr soziale Gerechtigkeit eintreten. Dies ist das Fazit einer Studie, die das Institut für Markt und Gesellschaft (imug) und das SÜDWIND-Institut bereits im Januar diesen Jahres in Hannover vorstellten.
Für die unter anderem von der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland unterstützte Studie "Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für ein Aktives Aktionärstum in Deutschland – Eine Machbarkeitsstudie" besuchten die Autorinnen Silke Riedel und Antje Schneeweiß dreißig Führungskräfte aus Banken, Landeskirchen, Diözesen und Stiftungen und fragten sie nach ihrer Bereitschaft, sich kritisch mit Unternehmen auseinander zusetzen, deren Aktien sie besitzen. Neben Kirchen sind es vor allem auch Stiftungen mit sozialen oder entwicklungspolitischen Förderzielen, die sich mit ihren Investitionen mehr engagieren wollen.
Die Studie beschreibt die drei bestehenden Grundformen aktiven Aktionärstums, die derzeit vor allem im europäischen Ausland und den USA angewendet werden, benennt ihre theoretischen Grundlagen, Instrumente und wichtigsten Akteure. Beispiele zeigen auf, was mit aktivem Aktionärstum bereits erreicht werden konnte, aber auch welche Grenzen diese Form der Unternehmenskritik hat. Außerdem werden zwei Modelle entwickelt, wie sich besonders institutionelle Investoren in der Bundesrepublik organisieren können, um ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsam als Aktionäre ihre Anliegen gegenüber bundesdeutschen Aktiengesellschaften vorzubringen. Die Studie kann von den Websites der beiden Organisationen kostenlos heruntergeladen werden.
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