APuZ: "Krise der Weltwirtschaft" und "Internationale Finanzpolitik"
Bildende
Die Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte" (Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament") der Bundeszentrale für politische Bildung bietet zwei Hefte zur aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise an. Der Fokus der Autoren liegt dabei nicht nur auf den Folgen der Krise für die westlichen Industrieländer. Vielmehr stehen globale Zusammenhänge und Veränderungen im Mittelpunkt der Beiträge. Erforderliche Umstrukturierungen des Finanz- und Wirtschaftssystems werden kritisch diskutiert. Beide Hefte können auf der Webseite der Bundeszentrale kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden (siehe Links).
Internationale Finanzpolitik
Nach dem heftigen Einbruch der Aktienkurse am 21. Januar 2008 ist das Vertrauen in die Finanzmärkte schwer erschüttert. Die Finanzkrise offenbart ein großes Defizit an internationaler staatlicher Kontrolle. Es wird gefordert, dass Zentralbanken, Bankenaufsichten und die Gesetzgebung die ineffizienten Finanzmärkte stärker kontrollieren. Die "unsichtbaren Hände", die Kräfte des Marktes, reichen dafür offenbar nicht aus. Das APuZ-Heft 07/2008 "Internationale Finanzpolitik" beleuchtet die globalen Zusammenhänge der Finanzkrise und geht der Frage nach, wie das internationale Finanzsystem nachhaltig stabilisiert und kontrolliert werden kann. In wie weit Finanzmärkte ein Entwicklungshemmnis für die Länder des Südens darstellen, thematisiert Peter Wahl, Leiter des Arbeitsbereichs Finanzmärkte von Weed, in einem abschließenden Artikel.
Krise der Weltwirtschaft
Auf die Finanzkrise folgte in der zweiten Jahreshälfte 2008 eine globale Wirtschaftskrise. Was mit dem Verfall der Immobilienpreise in den USA als (scheinbar) rein amerikanische Krise begann, hat sich mittlerweile zu einer schweren Krise der Weltwirtschaft ausgeweitet. Die Ursachen und der Verlauf der Krise werden im APuZ-Heft 20/2009 "Krise der Weltwirtschaft" aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die neuen, hoch riskanten Finanzmarktprodukte werden erklärt und der Vergleich mit der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre kritisch hinterfragt. Darüber hinaus werden einige Erfordernisse formuliert, die sich aus der Krise für die internationale Politik ergeben.
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