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UNESCO-Weltbildungsbericht 2010: Bildung weltweit durch Finanzkrise gefährdet

20.01.10

Quelle: UNESCO

BildanfangCover UNESCO-Weltbildungsbericht 2010: "Reaching the marginalized". Quelle: unesco.org  Bildende

Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise drohen Millionen Kindern in den ärmsten Ländern der Welt den Zugang zu Bildung zu verwehren. Das ist das Fazit des diesjährigen UNESCO-Weltbildungsberichts "Ausgeschlossene einbinden", der am 19. Januar 2010 am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York vorgestellt wurde. 72 Millionen Kinder besuchen demnach weltweit noch immer keine Schule. Sinkendes Wirtschaftswachstum, steigende Armut und erhebliche Sparzwänge gefährden die Fortschritte der letzten zehn Jahre.

Der Bericht schätzt, dass jährlich 16 Milliarden US-Dollar fehlen, um das Ziel "Bildung für alle" im Jahr 2015 zu erreichen. "Während Industrieländer ihre wirtschaftliche Erholung voranbringen, drohen vielen Entwicklungsländern Rückschritte in der Entwicklung ihrer Bildungssysteme. Wir können es uns nicht leisten, eine 'verlorene Generation' von Kindern ohne Zugang zur Bildung zu schaffen, denen die Chance genommen wird, der Armut zu entkommen," so UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova.

Der im Auftrag der UNESCO von einem unabhängigen Team verfasste Bildungsbericht (Education for all – Global Monitoring Report) gibt jährlich einen Zwischenstand nach dem Weltbildungsforum in Dakar 2000, auf dem sich 164 Länder verpflichtet haben, sechs Bildungsziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen: Ausbau der frühkindlichen Förderung und Erziehung, Grundschulbildung für alle Kinder weltweit, Absicherung der Lernbedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen, Halbierung der Analphabetenrate unter Erwachsenen, Gleichberechtigung der Geschlechter und Verbesserung der Bildungsqualität.

Die Deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung veröffentlichen zum weltweiten Launch gemeinsam eine deutschsprachige Kurzfassung des Berichts, der online zugänglich ist.


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