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Neues Siegel für Teppiche ohne Kinderarbeit       

26.01.10

Quelle: epo.de

BildanfangFrau zeigt mit Finger auf GoodWeave-Logo. Quelle: goodweave.deBildende

Auf der Teppich-Messe Domotex in Hannover ist jetzt ein neues Siegel für Teppiche ohne Kinderarbeit vorgestellt worden. Das "GoodWeave"-Siegel vereint die Zertifizierung von Teppichen ohne Kinderarbeit mit strengeren sozialen und ökologischen Standards. Es geht damit über das RugMark-Siegel hinaus, das seit Jahren für den Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit steht.

Trotz Gesetzen gegen Kinderarbeit ist die Praxis in den Teppichindustrien Nepals und Indiens noch weit verbreitet. "Ausbeutung passiert häufig an Orten, an denen abhängig Beschäftigte keine Rechte haben; Umweltverschmutzung und Plünderung natürlicher Ressourcen passiert dort, wo die Menschen keine Infrastruktur oder Möglichkeiten besitzen, auf andere Weise ihr Leben zu gestalten", erklärte Nina Smith, Geschäftsführerin von RugMark USA. "Die Schaffung besserer sozialer und ökologischer Voraussetzungen führt zu einer größeren Wahlfreiheit, die Gemeinden aus der Armut führen kann."

Das neue GoodWeave-Siegel – ein stilisierter, goldener Teppichknoten auf blauem Grund – ersetzt das bisherige blau-rote RugMark-Siegel. Teppiche mit dem Siegel werden in Deutschland, den Benelux-Ländern, Großbritannien, Schweden, Schweiz, Italien, den USA, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauft. In Deutschland sind sie im Versandhandel, Kaufhäusern sowie im spezialisierten Teppichhandel erhältlich.

Goodweave wird von den Hilfsorganisationen Unicef, Anti-Slavery International, Brot für die Welt, Misereor und terre des homes unterstützt. Seit Gründung von RugMark International (RMI) 1995 hat sich die Zahl von Kinderarbeitern in der Teppichindustrie von einer Million auf 250.000 verringert. GoodWeave soll zum Standard für die Teppichindustrie werden und damit die Kinderarbeit auf null reduzieren. Ausbildungsprogramme, finanziert durch die Verkäufe zertifizierter Teppiche und Spenden sollen dafür sorgen, dass ehemalige Kinderarbeiter versorgt werden, eine Schule besuchen und einen Beruf erlernen können.


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